Der ehemalige Kreuzberger Gangsta-Rapper Deso Dogg hat seinen alten Lebensweg hinter sich gelassen. Mittlerweile hat er sich aus ganzem Herzen der Kunst verschrieben. Momentan arbeitet er an einem außergewöhnlichen Satireprojekt namens “Abu Malik”. Er gibt dabei vor, ein radikaler salafistischer Prediger zu sein, der von seiner kriminellen Vergangenheit geläutert ist und nun mit seinem gesamten Herzblut dem Islam verschrieben hat. Die Kunstfigur Abu Malik hält flammende Reden in grammatikalisch fragwürdigem Deutsch, gibt sich martialisch kampfbereit und persifliert andere Größen der Islamistenszene, wie den speckbäuchigen rheinländischen Prediger Pierre Vogel, der auch immer mal wieder für einen Lacher gut ist.
Selbst der Verfassungsschutz und das Bundeskriminalamt sind Abu Maliks unbestrittenem schauspielerischen Talen auf den Leim gegangen und gingen bis vor wenigen Tagen davon aus, das Abu Malik eine tatsächliche Bedrohung für Deutschlands demokratische Grundordnung sei. Mittlerweile wurde das Projekt allerdings in Beamtenkreisen als Satire entlarvt und alle Ermittlungen diesbezüglich wurden eingestellt. Offensichtlich ist der Künstler mit seinem letzten Streich zu weit gegangen und hat sich somit selbst enttarnt. Den Refrain des Kinderliedes “Lasst uns froh und munter sein”, dichtete Ex-Deso Dogg kurzerhand um in “Lä a li a illa la, heut’ sind die Dschihadisten wieder da”. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Verdacht, auf einen Hochstapler hereingefallen zu sein, bei den Ermittlungsbehörden zu groß, um ihn weiter zu ignorieren. Sie erklärten, sich nicht mehr mit dem Fall “Abu Malik” zu befassen, die Akte sei geschlossen.
Abu Malik selbst spielt jedoch weiterhin seine Rolle, ohne sich von der vermeintlichen Enttarnung beeindrucken zu lassen. “Die Schauspielerei ist mein Leben.”, kommentierte er hierzu auf Anfrage der SPASSMASKE. “Ich will bewusst Grenzen überschreiten.” Ein echter Künstler eben.
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