Reflexionen über Sprengstoff

Sprengstoff kann so toll sein! Mit Sprengstoff kann man beispielsweise im Bergbau wertvolle Stoffe aus dem Stein ballern, man kann alte Häuser, die in der Gegend vermodern und die Landschaft entstellen, dem Erdboden gleichmachen und man verwendet ihn mit großem Erfolg zum Tunnelbau. Er ist der beste Freund des gemeinen Bankräubers. Man kann mit ihm sogar kostengünstig, effektiv und zeitsparend angeln. In letzter Zeit haben französische Arbeiter, die entlassen werden sollten, mit Sprengstoff (na gut, Gasflaschen – aber die explodieren auch) gedroht ihren Betrieb in die Luft zu jagen und so höhere Abfindungen von der französischen Regierung kassiert.

Aber Sprengstoff hat auch negative Seiten. Im Irak beispielsweise, wo die Vereinigten Staaten mit beispielhaftem Erfolg Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Nächstenliebe und Wohlstand eingeführt haben, explodieren noch immer regelmäßig Bomben unterschiedlichster Art. Wer will in so einer Atmosphäre schon ein Mc Donalds aufmachen? Wer kann seinen Fishmac schon richtig genießen, wenn er sich jeden Moment mit Steinbrocken, Glassplittern und den eigenen Eingeweiden vermischen könnte? So eine Atmosphäre ist bekanntlich Gift für das Investitionsklima und der Alptraum jedes Kapitalisten.

Unglücklicherweise kann fast jeder geistige Tiefflieger, der halbwegs das Internet bedienen kann Rezepte fürs Bombenbasteln finden. Das hätte beinahe auch in Deutschland Menschenleben gekostet, allerdings hat technische Inkompetenz dem Täter einen Strich durch die diabolische Rechnung gemacht.

Ich hoffe ich habe jetzt genug Angst in euren Köpfen geweckt, um ungehindert meine Lösungsvorschläge durchboxen zu können, denn verängstigte Menschen handeln bekanntlich eher instinktiv als rational. Falls nicht: Killerbienen, Serienmörder, 9/11!!! So, das dürfte reichen. Ich hätte da auch ein paar Lösungsvorschläge in meiner Trickkiste. Internetzensur, flächendeckende Kameraüberwachung, Gedankenpolizei.

Das Fazit: Sprengstoff in den richtigen Händen (z.B. in meinen) ist gut und kann sogar Spaß machen – in den falschen Händen ist er einfach nur doof.

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