Wählen bis die Balken brechen

In Afghanistan geht in Punkto Demokratie mal wieder alles drunter und drüber. Hamid Karzais größter Konkurrent, Abdullah Abdullah, hat sich wohl entschieden doch nicht an der kommenden Stichwahl zwischen sich selbst und Marionetten-Mann Karzai zu beteiligen. Man erinnere sich, dass die Wahl aufgrund massiven Betrugs wiederholt werden musste. Eifrige Anhänger Karzais hatten wohl die eine oder andere Wahlurne ausgetauscht, bzw. massenhaft Stimmzettel selbst gedruckt. So macht abstimmen doch Spaß!

Da die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang eh verschwinden klein war, die Taliban Wählern noch immer munter die Finger abschneiden und jetzt der Winter in Afghanistan angebrochen ist, haben jetzt noch weniger Leute Lust zu wählen. Durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass Karzais Bruder mit größter Wahrscheinlichkeit in den Drogenhandel verwickelt ist und außerdem auf der Gehaltsliste der CIA steht, wie der Spiegel kürzlich berichtete.

Inwieweit die CIA selbst ins Drogengeschäft am Hindukusch verstrickt ist, wird sich sicher bald herausstellen. Dann nämlich, wenn der lupenreine Demokrat Hamid Karzai rechtmäßig wiedergewählt wird und eine transparent Musterdemokratie aus dem Boden stampft, in der es keine Korruption und Vetternwirtschaft mehr gibt.

Dann buche ich auch meine erste Reise ins Urlaubsparadies Kabul. Ich freu mich schon.

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