Archive for Januar 2010

Du feige Sau!

25. Januar 2010

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch, der Angst vor Terrorismus hat, einen an der Waffel. Aber nicht zu knapp! Vielleicht sollte ich spezifizieren: Wer Angst davor hat, bei einem Terrorattentat zu sterben ist ein Idiot!

Das gilt natürlich nicht für alle Leute auf der Welt, Gott bewahre. Wenn man in einem der frisch befreiten und zwangsdemokratisierten Länder der Welt wohnt – im Irak oder in Afghanistan beispielsweise – hat man allen Grund dazu, vor Terror Angst zu haben.

Nein, nein – ich rede von DIR! DU, der du am Monitor klebst und schon langsam viereckige Glubschaugen bekommst. Angst? Terrorangst?

Natürlich spüre ich schon das Schwert des Damokles über meinem Nacken – der Vorwurf der Verharmlosung steht im Raum und wartet nur darauf mir auf den Teppich zu kacken. Aber eigentlich will ich das ja auch – Verharmlosen, meine ich.

Kennst du jemanden, der bei einem Terroranschlag gestorben ist? Jemanden, der jemanden kennt? In Deutschland? Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht passieren kann – ganz im Gegenteil! Alles Mögliche kann nämlich passieren.

Natürlich KANN es passieren, dass der Dschihad vor deiner Tür ausbricht, du ins falsche Flugzeug steigst, die falsche Karikatur malst (und plötzlich der Axtmann in deinem Schlafzimmer steht), etc.

Allerdings kannst du auch vom Auto überfahren werden, dein neuer Silikonbusen kann platzen, das Flugzeug kann ohne Terroreinwirkung abstürzen, du holst dir einen tödlichen Krebs beim Sonnenbaden auf Mallorca oder wirst in der Karibik von einer Kokosnuss erschlagen (weltweit jährlich 150 Tote durch Kokosnusseinschlag!). Davor Angst? NEIN! Keiner hat davor Angst! Es wird weiter munter Auto gefahren, Titten aufgeschnitten, die Wohlstandsplauze gen UV-Strahlung gereckt und ich zucke nicht mal mit der Wimper, wenn ich irgendwo eine Kokosnusspalme sehe.

Stellt euch jetzt mal vor ich wäre Innenminister und würde euch erzählen, dass ich alle Kokosnussbäume abholzen muss, Autos nur noch auf Schienen fahren dürfen, Sonnenbaden nur noch unter Aufsicht stattfindet und jedes Paar Silikoneuter von mir erstmal auf Stabilität und Grifffestigkeit geprüft werden muss. Mit Recht würde man mich für einen riesigen Volltrottel halten.

Wenn dann aber von den Herren Politikern die rhetorische Terrorismuskeule geschwungen wird, soll plötzlich jedes Mittel recht sein und alle Zwecke sowieso. Wir sollen dann nur noch an den richtigen Stellen mit dem Schwanz wedeln und mit dem Kopf nicken, wenn durch die astronomische Summen kostende Aufstockung der Arsenale des Überwachungsstaats unsere angebliche Sicherheit angeblich erhöht wird. Prost Mahlzeit.

Wir fordern Repressalien!

19. Januar 2010

Endlich spricht mal jemand aus, was sich fast niemand mehr zu sagen traut. Die wackere Vorreiterin der christlichen Tugendhaftigkeit und potentielle Märtyrerin für Frieden und Gerechtigkeit in der Welt – richtig geraten! – Kristina Köhler von der CDU, hat einen mutigen Schritt in Richtung bessere Welt gewagt. Es musste jetzt auch mal sein.

Es muss endlich etwas getan werden gegen linke Steineschmeißer und Randalierer! Unbemerkt und im Verborgenen sägen diese zwielichtigen Subjekte an den Stützen des deutschen Staates, brennen die Luxuskarossen unserer geliebten gesellschaftlichen Leistungsträger ab (was wären wir ohne sie?) und fordern dann auch noch Gnade vor Gericht! Unglaublich ist das, wenn ihr mich fragt. Wer den Rechtsstaat abschaffen will, der hat auch nicht verdient seine Vorzüge zu genießen. Gulag. So einfach ist das.

Aber wenn man dann mal seine Meinung sagt, ist man sofort wieder Nazi. Schluss damit, die Zeiten sind endgültig vorbei! Die CDU hat die Macht ergriffen! Bald können wir uns wieder sicher fühlen in unserem Land. Vorbei sind bald die Zeiten, in denen langhaarige Weltverbesserer die Universitäten besetzten. Vorbei die Zeiten, in denen man sich ob des linken Terrors nicht mehr vor die Haustür traut, in denen man hinter jeder Ecke den antifaschistischen Mob vermutet, beim Frühstück in das Müsli weint und sich des Nachts in den Schlaf zittert.

Und überhaupt: Wie können sich diese linken Schmarotzer überhaupt erlauben ständig zu demonstrieren und Nazis zu verkloppen? Müssen die nicht arbeiten?!

…NEIN! Müssen sie eben nicht! Sie saugen einfach den deutschen Sozialstaat aus und spielen dann auf unsere Kosten Che Guevara. Diese Schmarotzer, Nassauer, Parasiten!
Zum Glück wird der Sozialstaat bald von der FDP abgeschafft, dann brauchen wir uns endgültig keine Sorgen mehr um linke Gewalttäter zu machen. Dann kann ich endlich wieder ruhig schlafen und meinen Bentley mit gutem Gewissen in Friedrichshain parken.

Danke Kristina!

Fernsehen schmerzhaft

15. Januar 2010

Dass Fernsehen blöd macht, ist inzwischen jedem bekannt. Ich bin im Laufe meiner Fernsehkarriere, die im zarten Alter von 4 Jahren ihren Anfang nahm, mit einigem visuellen Ballast konfrontiert worden. Man konsumiert, man ignoriert, man stumpft ab.

Ich weiß also ganz genau, dass ständig Mist im deutschen Fernsehen kommt – nichtsdestotrotz ist es schockierend sich das Fernsehprogramm zu greifen und sich auf der Zunge zergehen zu lassen, womit der Äther verpestet wird. Beispielsweise auf SAT 1.

10.00 Uhr – Pures Leben

Reality Show, in der 4 Zwangsossis aus ihrem Gehege in Sachsen ausbrechen, um anderswo das Sozialsystem auszusaugen.

11.00 Uhr – Richterin Barbara Salesch

Eine dicke Rothaarige verhandelt bizarre, fiktive Fälle von Asozialen.

12.00 Uhr – Richter Alexander Holt

Ein Mann ersetzt hier die dicke Rothaarige. Sonst alles gleich.

13.00 Uhr – Britt

Billo-Talk.

14.00 Uhr – Zwei bei Kallwass

Ein Hybrid aus Britt und Salesch.

15.00 Uhr – Richterin Barbara Salesch (!)

16.00 Uhr – Richter Alexander Holt (!!)

Nur ein kleiner Auszug, aber ich denke Ihr versteht meinen Punkt. Der Rest des Tages auf SAT 1 ist ebenfalls angefüllt mit den miesesten, hauseigenen Billigproduktionen. Absolute gehaltloser Müll, der Menschen zu asozialen Zombies werden lässt. Erfüllt dieses Programm nicht den Tatbestand der Volksverdummung? Am liebsten würde ich Holt und Salesch in einem Schauprozess vor die Scharfrichter zerren und sie hochoffiziell zu Lampenschirmen verarbeiten lassen.

Allerdings sollte man es nicht dabei belassen, nur die Zahnräder der großen Verblödungsmaschine außer Kraft zu setzen. In einer gerechteren Welt würden die Verantwortlichen – die unvorstellbar zynischen Menschen, die ein solches Programm konzipieren – am Pranger stehen und mit Fäkalien beworfen werden oder exemplarisch irgendwo am Galgen baumeln.

Vielleicht könnte man sie auch einfach in einem Raum einsperren und sie ihre eigenen Sendungen ansehen lassen, bis ihnen die Haare ausfallen. Bis dahin hilft wohl nur seinen Fernseher aus dem Fenster zu werfen – am besten auf einen SAT 1 Mitarbeiter.

Happy Birthday, Grüner!

11. Januar 2010

Die Grünen sind 30 Jahre alt geworden. Aber seien wir ehrlich – ihren karierten Latzhosen (mit Flecken und Flicken) sind sie schon seit längster Zeit entwachsen. Die Grünen sind voll in der Bourgeoisie angekommen und sind jetzt so etwas wie eine CDU mit ökologischem Gewissen. Inzwischen hat man seinen Platz gefunden, im kuschelig warmen Zentrum der Machtgeilheit.

Der madenzerfressene Filzmantel verstaubt schon lange im Schrank, ein Relikt vergangener Zeiten, der Anzug kommt mittlerweile maßgeschneidert vom Designer. Die Turnschuhe werden nur noch gelegentlich und möglichst medienwirksam zur Schau gestellt, der Klumpen Haschisch in der Westentasche ist schon längst ersetzt durch Kokain – kolumbianisch, Feinschnitt, Top Qualität – man hat die oberen Schichten penetriert und man fühlt sich wohl dort oben.

Der typische Grünen Wähler ist Mediendesigner oder arbeitet beim Film, trägt eine eckige, schwarze Brille Marke BWL-Schleimspacke, verdrängt die Kreuzberger Uhreinwohner (bzw. anderer „hipper“ Bezirke) aus ihrem Kiez, hält eine tolerante Fassade aufrecht, ist aber in Wirklichkeit ein spießbürgerlicher JAMMERLAPPEN!

Hauptsache einen Kinderwagen vor sich herschieben, drin zwei plärrende Drecksgören, Sören und Paul – antiautoritär erzogen – die sich benehmen, wie die apokalyptischen Reiter auf Tilidin, aber schon ihren Namen tanzen und ihr Geburtsdatum in den Schnee pinkeln können. Die kleinen sind ja sooo begabt!

Die Führungsriege der Partei braucht mal wieder eine ordentliche Ladung Farbbeutel in die Gesichter, hat man den Eindruck. Wie konnte das passieren? Wie konnte sich die Partei Steine schmeißender Rebellen, Pazifisten und Hippies zu dem verwandeln, was sie jetzt ist? Wenn man sich Fischer anguckt, denkt man sich, wahrscheinlich war das Essen so gut, aber was ist mit dem Rest?

Da fällt mir nur der alte Spruch ein:
Wer in seiner Jugend kein Pazifist war, hatte kein Herz und wer jetzt endlich wie alle anderen auch ein Arschloch geworden ist, braucht sich nicht mehr zu schämen, die Grünen zu wählen.
So ging der doch, oder?

Guido bei den Scheichs

9. Januar 2010

Spiegel Online über Guido

Guido Westerwelle ist zurück – und er lebt noch! Unser (meiner nicht) Außenminister hat sich in die Höhle des Löwen begeben – ins Rektum des Raubtiers – und ist unversehrt wieder hervorgetreten. Der gelbe Sack (zu flach?) hatte tatsächlich den Mut, nach Saudi Arabien zu reisen.

Unser Guido ist ja bekanntermaßen ein… ähhh… na ja – vom anderen Ufer, warmer Bruder, etc. Wie war der politisch korrekte Ausdruck doch gleich? Ein Homosexueller. Schwuler? Darf man das sagen? Wie wär’s mit einem Diminutiv? Schwuli?

Also wenn ich mir Guido anschaue, dann geht mir nicht als erstes durch den Kopf, wen oder was er in seiner Freizeit begattet, sondern eher, was für ein großes Arschloch er ist.

Wie ich in meinem Reiseführer gelesen habe, mag man in Saudi Arabien keine Homosexuellen. Genau genommen wird mit ihnen kurzer Prozess gemacht… Die SPASSMASKE spricht sich entschieden gegen Gewalt gegen Schwule aus – im Falle Westerwelle hätte sie allerdings eine Ausnahme gemacht.

Aber jetzt mal ehrlich. Wenn wir also einen Schwulen als Außenminister haben können und er sogar im Morgenland akzeptiert wird, wer weiß, was dann noch alles drin ist. Vielleicht kriegen wir ja irgendwann eine Frau als Bundeskanzler. Oder einen Ossi.

Der Nazi in mir wünscht ein frohes Neues!

1. Januar 2010

Das neue Jahr hat begonnen und es ist noch immer keine Besserung in Sicht. Alles wiederholt sich, zuerst als Tragödie, dann als Farce und der Inhalt meines Magens schmeckt auch nicht besser, weil ich mich langsam an das Kotzen gewöhne.

Das Jahr 2010 beginnt wie üblich mit Katerfrühstück und Terrorgefahr – wie jedes Jahr post 9/11. Pakistan platzt aus allen Nähten – alle paar Tage ein Terroranschlag. Der Jemen ist die hippe und brandneue Szeneadresse für Dschihadisten und somit ist die Liste der Länder, die es zu erobern gilt, um endlich Weltfrieden und ewige Sicherheit für den Westen zu schaffen etwas länger geworden. Ist auch gut so, denn Panzer bauen kurbelt die Wirtschaft an und die vegetiert ja bekanntlich grade im Wachkoma vor sich hin und sabbert den Boden in der Abnippelabteilung voll. Widerlich.

Während viel beschissener wird, bleibt anderes auf einem konstanten Niveau scheiße. Henryk M. Broder bleibt seiner Linie treu und ist immer noch genau so ein großes Arschloch wie letztes Jahr. Der menschgewordene Labersack fordert moslemische Selbstmordattentäter (sofern sie überleben) in Gefängnisse mit ausschließlich weiblichen WärterINNEN zu sperren, Schweinefleisch bis die Schwarte kracht zu füttern und Geert Wilders Reden in Dauerschleife zu spielen. Man kann die Attentäter nicht mit härteren Strafen bedrohen (Todesstrafe?), weil keine Angst vor Tod, etc.

Bis auf die Reden des blondierten Pumuckels aus den Niederlanden hört sich das ja eigentlich ganz gut an. Massenweise Schweinefleisch, weibliche Aufseherinnen – nicht nur mein Uniformenfetisch lässt mein Herz höher schlagen!

Broder sei verziehen, dass der kleine Nazi in ihm herauskommt und stänkern will. Schließlich tragen wir alle unsere sadistischen Züge in uns. Außerdem leben wir in einer Demokratie, in der man (fast) alles sagen kann, was man möchte. Und der Herr Broder hat quasi einfach nur laut gedacht…

Wieso schustern wir nicht für jede Randgruppe ein individuelles Haftprogramm zusammen? Wie wäre es mit Torah Verbrennung und wöchentlichem Zwangsrasieren für unsere orthodoxen jüdischen Freunde, Herr Broder?

Politisch inkorrekt?

Ich hab nur laut gedacht…