Posts Tagged ‘Angst’

Air Force, Propaganda, Technik und Zukunftsängste

21. September 2012

Als großer Fan von gut gemachter Propaganda kann ich euch das hier nicht vorenthalten, damit Ihr mit einer gehörigen Portion Zukunftsangst und einer Prise Paranoia ins Wochenende starten könnt:

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Was heißt hier verwirrter Pilot?!

29. März 2012

Hier mal wieder ein Beispiel dafür, wie unseriös die Medien heutzutage berichten. Als interstellarer Vielflieger kurvt die SPASSMASKE auch gerne mal durch den irdischen Luftraum. Von meinem letzten Flug berichtet nun der FOCUS:

Es war ein echter Horrorflug: Ein Pilot – offensichtlich verwirrt – sorgte für Panik unter den Passagieren, weil er von einer „Bombe“ redete und Terrorwarnungen abgab. Jetzt ist der Mann angeklagt worden.

Kann ich doch nichts dafür, dass diese Idioten keinen Spaß verstehen!!!

„Zwei Flugbegleiter versuchten, ihn unter Kontrolle zu bringen, und dann stürmten wie aus dem Nichts plötzlich sechs oder sieben kräftige Kerle nach vorne und rangen ihn zu Boden. Es war wie im Film“, berichtete eine Passagierin. Währenddessen rief der Pilot weiter wirre Dinge über Jesus, Iran, Irak, den 11. September und Terroristen.

In der Berliner U-Bahn passiert mir das auch dauernd, dass ich plötzlich über solche Themen rede, aber da interessiert das immer keine Sau. Und als sie zu sechst kamen, meinte ich noch „Lass Einzelkampf machen…“. Aber ganz ehrlich, selbst für SPASSMASKE ist es schwer, gegen sechs Haudegen gleichzeitig zu kämpfen, während er einen Jet fliegt.

http://www.focus.de/panorama/welt/er-rief-bombe-irak-und-el-kaida-us-pilot-nach-panik-an-bord-angeklagt_aid_729396.html

Terrorangst und fanatische Ossis mit Rohrbomben

24. Februar 2012

Naaaa…. Hast du Angst? Vor Terror?

Ein Freund hat mir gestern erzählt, wie eine Person, die kurz vor dem Schließen der Türen aus der U-Bahn sprang, fast eine Massenpanik in der Berliner U-Bahn auslöste. Das brachte mich dazu, mir mal wieder verstärkt zu diesem Themenkomplex Gedanken zu machen. Leider kommt dabei meistens nicht mehr als ein paar Gehirnfürze raus, aber was soll’s.

Wir leben schon in merkwürdigen Zeiten. Wenn man jemanden an einer Mülltonne sieht, weiß man nicht, ob er gerade etwas hineinwerfen oder herausfischen will. Wenn irgendwo ein allein gelassener Koffer steht, denkt man automatisch daran, wo man sich in Sicherheit bringen kann, um möglichst effektiv vor Schrapnell geschützt zu sein, anstatt dem rationalen Impuls zu folgen, ihn nach Wertsachen zu durchsuchen.

Ähnlich verhält es sich, wenn normales Verhalten im Lichte der uns beschallenden Propaganda neu interpretiert wird. Jemand steigt in einen Zug, hängt seine Jacke auf, stellt seinen Koffer ab und verlässt das Abteil. Geht er zum Bordrestaurant oder bringt er sich vor der bevorstehenden Explosion in Sicherheit? Sprechen die beiden Araber über Fußball oder haben sie dem öffentlichen Nahverkehr soeben den Dschihad erklärt? Man weiß es leider nie so richtig. Aber wäre es nicht ein interessantes soziales Experiment einfach mal „Bombe, Bombe“ zu schreien, wenn das nächste mal jemand aus der U-Bahn rennt? Oder vielleicht einfach mal als Taliban verkleidet seine Einkäufe im Bus liegen zu lassen? So kann man todsicher Spaß mit seinen Mitmenschen haben und wenn es Probleme gibt, kann man immer noch behaupten, man hätte selbst Todesangst gehabt.

Als Paranoiker fühle ich mich persönlich allerdings pudelwohl, in einer Gesellschaft, in der immer die süßliche Note von Angstschweiß in der Luft liegt, in der man nie weiß, in welchem Schatten die nächste Bedrohung lauert und in der man einfach durch sein eigenes Arschwasser schwimmt, wenn man irgendwo hin will, anstatt zu laufen. Außerdem hält es ja den Geist jung, wenn man ein konstruiertes Feindbild hat, mit dem man sich beschäftigen kann. Und nur weil man paranoid ist, heißt das ja bekanntlich nicht, dass SIE nicht wirklich hinter einem her sind. ;-)

Mir fällt übrigens grad ein, warum ich überhaupt angefangen habe das zu schreiben. In Hennigsdorf (irgendwo in Berlins finsterem Umland), wurde ein 24-Jähriger Rohrbombenbauer gefasst, der mehrere Explosionen verursacht hat. Nebenbei erklärt die Berliner Zeitung euch noch (im letzten Absatz des Artikels), wie man sich selbst so ein Teil baut. Nur falls jemand Bedarf hat…

Also gänzlich unbegründet ist die Angst, zu menschlichem Konfetti zersprengt zu werden nicht. Nur kann es halt passieren, dass der Täter ein Ossi ist und nicht ein bärtiger Dschihadi.

Du feige Sau!

25. Januar 2010

Meiner Meinung nach hat jeder Mensch, der Angst vor Terrorismus hat, einen an der Waffel. Aber nicht zu knapp! Vielleicht sollte ich spezifizieren: Wer Angst davor hat, bei einem Terrorattentat zu sterben ist ein Idiot!

Das gilt natürlich nicht für alle Leute auf der Welt, Gott bewahre. Wenn man in einem der frisch befreiten und zwangsdemokratisierten Länder der Welt wohnt – im Irak oder in Afghanistan beispielsweise – hat man allen Grund dazu, vor Terror Angst zu haben.

Nein, nein – ich rede von DIR! DU, der du am Monitor klebst und schon langsam viereckige Glubschaugen bekommst. Angst? Terrorangst?

Natürlich spüre ich schon das Schwert des Damokles über meinem Nacken – der Vorwurf der Verharmlosung steht im Raum und wartet nur darauf mir auf den Teppich zu kacken. Aber eigentlich will ich das ja auch – Verharmlosen, meine ich.

Kennst du jemanden, der bei einem Terroranschlag gestorben ist? Jemanden, der jemanden kennt? In Deutschland? Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht passieren kann – ganz im Gegenteil! Alles Mögliche kann nämlich passieren.

Natürlich KANN es passieren, dass der Dschihad vor deiner Tür ausbricht, du ins falsche Flugzeug steigst, die falsche Karikatur malst (und plötzlich der Axtmann in deinem Schlafzimmer steht), etc.

Allerdings kannst du auch vom Auto überfahren werden, dein neuer Silikonbusen kann platzen, das Flugzeug kann ohne Terroreinwirkung abstürzen, du holst dir einen tödlichen Krebs beim Sonnenbaden auf Mallorca oder wirst in der Karibik von einer Kokosnuss erschlagen (weltweit jährlich 150 Tote durch Kokosnusseinschlag!). Davor Angst? NEIN! Keiner hat davor Angst! Es wird weiter munter Auto gefahren, Titten aufgeschnitten, die Wohlstandsplauze gen UV-Strahlung gereckt und ich zucke nicht mal mit der Wimper, wenn ich irgendwo eine Kokosnusspalme sehe.

Stellt euch jetzt mal vor ich wäre Innenminister und würde euch erzählen, dass ich alle Kokosnussbäume abholzen muss, Autos nur noch auf Schienen fahren dürfen, Sonnenbaden nur noch unter Aufsicht stattfindet und jedes Paar Silikoneuter von mir erstmal auf Stabilität und Grifffestigkeit geprüft werden muss. Mit Recht würde man mich für einen riesigen Volltrottel halten.

Wenn dann aber von den Herren Politikern die rhetorische Terrorismuskeule geschwungen wird, soll plötzlich jedes Mittel recht sein und alle Zwecke sowieso. Wir sollen dann nur noch an den richtigen Stellen mit dem Schwanz wedeln und mit dem Kopf nicken, wenn durch die astronomische Summen kostende Aufstockung der Arsenale des Überwachungsstaats unsere angebliche Sicherheit angeblich erhöht wird. Prost Mahlzeit.