Posts Tagged ‘Demokratie’

Zivilisten sterben bei Luftangriff

16. September 2012

8 Frauen sind bei einem NATO Luftangriff in Afghanistan gestorben. Wieder ein Sieg für die Demokratie, die am Hindukusch verteidigt wird und für Freiheit und Gerechtigkeit auf der Welt. Ich glaube in Deutschland würden die Leute auch ganz schnell zu „Terroristen“ werden, wenn hier regelmäßig unschuldige Menschen von High-Tech Bomben aus High-Tech Killermaschinen zerfetzt würden.

Aber wem erzähle ich das eigentlich? Der Großteil der Deutschen ist sowieso klug genug, um diesen Krieg für unnötig, ungerecht und falsch zu halten. Die meisten Politiker aber haben ihren Kopf so tief im eigenen Arsch, dass sie sich wundern, warum es so dunkel ist und den Lichtschalter suchen.

Und dann wundert sich jemand, warum Botschaften und Botschafter angezündet werden? Bitch, please! Ach ja, das war ja nur wegen dieses YouTube Billo-Films. Hatte ich vergessen.

Link: Acht Frauen bei Nato-Luftangriff in Afghanistan getötet

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Nur so nebenbei…

17. Mai 2012

Nur so nebenbei bemerkt: Das Bild kommt aus Athen. Das ist also in Griechenland, das sich ja bekanntlich (noch) in der EU befindet. Die fackeln da Polizisten ab! Da kann man jetzt dafür oder dagegen sein, interessant ist doch aber, das im Moment Wogen des (berechtigten) Hasses über unsere ach so zivilisierten Wohlstandsgesellschaften schwappen.

Wie wird das weitergehen in Griechenland, in Spanien, in Italien? Dort, wo die Jugendarbeitslosigkeit explodiert, die Menschen keine Perspektive mehr haben und WÜTEND sind, auf die Leute, die sie regieren und verwalten, werden wir in Zukunft mehr und mehr Proteste und staatsfeindliche Umtriebe sehen – und die entsprechende Gegenreaktion der Eliten.

Es ist eigentlich nicht so schwer zu prognostizieren, worauf wir da hinsteuern. Mehr Überwachung gegen die EIGENE Bevölkerung, Militarisierung der Grenzen, Beschränkung demokratischer Freiheiten – eine Art permanenter Ausnahmezustand.

Vielleicht kann man noch dagegensteuern… Aber eins ist klar: Das Zeitfenster dafür schließt sich.

Röttgens Freud’scher Versprecher

10. Mai 2012

CISPA: Neues aus der Bananenrepublik

27. April 2012

Die amerikanischen Volksvertreter ziehen die Zwangsjacke, in denen die kollabierenden Überreste ihrer Demokratur stecken, grad noch ein bißchen enger. Das Atmen fällt dabei merklich schwerer und der Patient rast mit unaufhaltsamer Kontinuität auf den endgültigen Hirntod zu. Man ersinnt ja in den USA mit enormer Kreativität immer neue Methoden zur Repression. Das neueste heißt CISPA und wurde vom Repräsentantenhaus durchgewunken.

Das Gesetz sieht vor, dass Firmen Nutzerinformationen mit Regierungsbehörden teilen dürfen, wenn es um Cyber-Sicherheit geht. Die Firmen würden   gleichzeitig vor Zivilklagen geschützt. Umstritten ist besonders, dass der   Informationsaustausch „ungeachtet aller anderen Gesetze“ stattfinden darf. CISPA würde „jedes Privatsphäregesetz, das jemals in Kraft getreten ist, im   Namen der Cybersicherheit nichtig machen“, sagte der Politiker Jared Polis   vor der Abstimmung am Donnerstag.

Und SEHR überraschende Allianzen bilden sich hier auch. Die, die sowieso schon auf eure Privatsphäre kacken, legen noch mal ’ne dicke Extrawurst drauf:

 Das soziale Netzwerk Facebook und die Telekommunikationsfirma AT&T   befürworten das Gesetz nach eigenen Aussagen. Dies vor allem, weil es   Sicherheitsbehörden erlaubt, klassifizierte Informationen an sie   weiterzugeben, wenn ihre Netzwerke bedroht sind.

ARE YOU ENJOYING YOURSELF, SHEEPLE? THAT BURGER TASTE GOOD? HOW ABOUT YOU WAKE THE FUCK UP, YOU FAT FUCKS?!?!?!

http://www.abendblatt.de/ratgeber/multimedia/article2259837/USA-Repraesentantenhaus-winkt-Ueberwachungsgesetz-durch.html

Israel: Lupenreine Demokraten

8. April 2012

Das macht man so, wenn jemand etwas schreibt, das einem nicht passt. Einreiseverbote sind ja neben der Meinungsfreiheit bekanntlich eines der wichtigsten Mittel der Demokratie! Oh mein Gott, was für eine Bananenrepublik.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826327,00.html

Friss das, Hippieschwein!

5. Mai 2011

Da saß ich gestern da und ölte das Getriebe meines Raumschiffs und dachte nach… Ich ließ meine Gedanken schweifen, sinnierte über die wichtigen Dinge im Leben. Eigentlich läuft doch momentan alles wunderbar. Das Wetter wird langsam sommerlich. Bin Laden ist tot. Libyen wird bombardiert, weil Ghadaffis Geheimdienst Knut vergiftet hat. Die SPD hat einen neuen, inoffiziellen FÜHRER. Das ist doch GERECHT. Das ist GUT. Und das wird man ja auch wohl noch SAGEN DÜRFEN.

Wenn unzivilisierte Wüstenbewohner denken, dass sie UNSERE Demokratie und unsere WESTLICHEN WERTE kaputt machen können, da liegen sie aber FALSCH! Wenn hier jemand unsere Werte kaputt macht, dann sind das immer noch wir. Wer uns auf diesem Gebiet das Monopol streitig machen will, der wird dann auch einfach mal gezieltgetötet oder chirurgischpräzisebombardiert. Für die Freiheit natürlich. Und Demokratie und so. Die Zeiten sind vorbei, in denen uns ein beengendes Korsett, gewoben aus dubiosen Begriffen wie Menschenrechten und Rechtstaat, davon abhielt da zuzuschlagen, wo es wehtut. NÄMLICH IN DIE FRESSE!!!

Können diese Hippies in ihren opiumverqualmten Teestuben vielleicht mal ihre vollkornbrötchenfressenden Kommunistenmäuler halten?! Der aller aller allerschlimmste Mensch auf dieser Welt ist tot und DIE BESCHWEREN SICH AUCH NOCH!?! Ist mir doch egal, ob Merkel vor Freude Flik Flaks durchs Parlamentsgebäude macht! Ist mir doch egal, ob der bewaffnet war oder ob Völkerrecht verletzt wurde! Diese politisch ambitionierten Sozialschmarotzer kapieren nicht, dass man getrost aufs Völkerrecht KACKEN kann, wenn man die größeren Knarren hat. Und die haben WIR. Die Freie Welt. Die Guten. Und die größeren Schwänze haben wir auch. Sogar unsere Frauen.

Scheiß Hippies.

George W. Bush von aufgebrachtem Mob erschossen

2. Mai 2011

Heute ist ein großartiger Tag für die Welt, für die Freiheit, für die Menschlichkeit. Nachdem Osama Bin Laden bei einer Spezialoperation getötet wurde, entlud sich offenbar die Liebe zu Demokratie und rechtstaatlichen Grundsätzen in einer Gewalteruption. Dabei kam es zur Bildung eines aufgebrachten Mobs von pro-demokratischen Rebellen, die die Residenz des amerikanischen Ex-Präsidenten George W. Bush stürmten, um ihn für die von ihm verursachten Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Irak und in Afghanistan, die Authorisierung von Folter und die Durchführung eines völkerrechtlich nicht authorisierten Angriffskrieges zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Sicherheitskräfte des ehemaligen Machthabers eröffneten offenbar das Feuer auf die Zivilisten, als sie dessen Ranch im sonnigen aber smogbelasteten Texas stürmten. Einige Sicherheitskräfte und eine noch nicht identifizierte Frau kamen dabei ums Leben. Ein Mitglied des Sicherheitspersonals hatte die Frau offenbar als menschliches Schutzschild mißbraucht. Darüber hinaus bemühten sich die amerikanischen Freiheitskämpfer jedoch, zivile Opfer zu vermeiden. Sie boten Bush, der an den Auswirkungen eines Kopfschusses starb, offenbar an sich zu ergeben, dieser weigerte sich jedoch vehement. Noch ist unklar ob das Angebot vor oder nach dem Kopfschuß erfolgte. Bushs Gesicht wurde aufwendig rekonstruiert, um sicherzugehen, dass es sich bei den Leichnahm tatsächlich um den ehemaligen Gewaltherrscher handelte. Das Hauptindiz dafür, dass es sich tatsächlich um den texanischen Ex-Präsidenten handelte, war ein bei der Obduktion des Körpers gefundener Brezelrest, der sich offenbar seit Jahren in dessen Luftröhre befunden hatte.

Merkel, Westerwelle und Seehofer begrüßten die gezielte, außergerichtliche Tötung. Während sie unterstrichen, dass Deutschland zwar prinzipiell gegen die Todesstrafe, jegliche Form von Selbstjustiz sowie die Verletzung der Grenzen souveräner Staaten sei, sagten sie bei Bush könne man getrost eine Ausnahme machen. “Seien wir ehrlich. Den Arsch konnte eh keiner leiden.”, sagte Merkel in schwer verständlichem ostdeutschen Dialekt. Seehofer kommentierte den Tod Bushs mit einem Grunzen. Zum Tod Bin Ladens sagte er, dass der freien Welt ein strategisch wichtiger, entscheidender Schlag gegen den internationalen Terrorismus gelungen sei. Allerdings sei der internationale Terrorismus weiterhin vollkommen intakt, daher könne keine Entwarnung gegeben werden.

Am Vorabend wurde das Haus von Tony Blair in London bei Luftschlägen, die von den Vereinten Nationen sanktioniert sind und dem Schutze der britischen Zivilbevölkerung dienen, zerstört, wobei sein Sohn und zwei seiner Enkelkinder starben. Blair blieb nach Regierungsangaben jedoch unverletzt. Nach Koalitionsangaben galt der strategische Schlag nicht Blair selbst, sondern einer nahegelegenen militärischen Einrichtung.

Impressionen vom Bildungsstreik

18. November 2009

Es riecht nach Schweiß im besetzten Audimax. Die Okkupation begann gestern und wird auf unbestimmte Zeit fortgesetzt werden. Sehr zu meinem Unmut, wurde beschlossen auf Gewalt zu verzichten. Scheiß Demokratie.

Ich lasse meinen Blick im Vorzeigehörsaal der Universität schweifen und sauge die Einflüsse in mich auf. Schlecht rasierte Studenten versammeln sich in Ecken, tuscheln, diskutieren. Es liegt ein Hauch von Revolution in der Luft, wenigstens ein kleines Bisschen. Fleißig an Bionade-Flaschen nuckelnde Bachelor-Studenten arbeiten Forderungen aus, kritisieren, subsumieren, planen und verwerfen. Es werden Ankündigungen per Mikrofon gemacht, es wird weiter geplant, weiter abgestimmt.

Ich verlasse den Hörsaal und treffe einen marktradikalen FDP-Parteisoldaten. Er sei überzeugter Kapitalist und habe gelesen, dass das im Zuge des Bologna Prozesses eingeführte Studiensystem prinzipiell besser sei, als das andere, es mangele lediglich hier und da an der Umsetzung. Ich bin, gerade was Detailfragen angeht, chronisch schlecht informiert und versuche das Gesprächsthema in gewohnte Bahnen zu lenken. Wir schwelgen in unserer gemeinsamen Vision über eine Gesellschaft, in der die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinanderklafft, die Privilegierten in hermetisch abgeriegelten Enklaven ein Leben in Saus und Braus genießen und man „sozial schwache“ Bezirke nur noch mit Panzern und schusssicherer Weste betreten kann. Eine Gesellschaft in der die Asozialen unter sich bleiben und man als Besserverdiener ungestört mit seinem Zuchtpudel Gassi gehen kann, ohne ständig über Obdachlose stolpern zu müssen – endlich mal so ganz ohne schlechtes Gewissen.

Zurück ins Audimax. Ein Politiker einer ehemaligen Volkspartei betritt den Saal. Die Atmosphäre ist autoritätsgeschwängert. Der Volksvertreter spricht zur Masse – politische Interaktion Face to Face. Die Menge ist gespalten, zwischen kritisch Fragenden und unkritisch Applaudierenden. Es wird viel geredet, es werden lange Sätze gemacht, angefüllt mit eingeschobenen Nebensätzen, mit Fremdwörtern gespickt und mit Kommata garniert. Der Politiker praktiziert die Kunst mit vielen Worten wenig zu sagen – er ist ein Meister seines Faches. Nach zehn Minuten ist er wieder weg und ich bin so schlau als wie zuvor.

Ich fühle mich wenig ernst genommen von der Politik, meine Hoffnung in sie habe ich schon lange begraben. Protest ist gut, denke ich mir, notwendig vor allen Dingen. Was am Ende dabei herauskommen wird? Ich weiß es nicht. Aber vielleicht sollte man den Punkt der Gewaltlosigkeit noch einmal überdenken… Ich werde einen dahingehenden Vorschlag im nächsten Plenum einbringen. Vielleicht ist Demokratie ja doch gar nicht so schlecht.

Wählen bis die Balken brechen

1. November 2009

In Afghanistan geht in Punkto Demokratie mal wieder alles drunter und drüber. Hamid Karzais größter Konkurrent, Abdullah Abdullah, hat sich wohl entschieden doch nicht an der kommenden Stichwahl zwischen sich selbst und Marionetten-Mann Karzai zu beteiligen. Man erinnere sich, dass die Wahl aufgrund massiven Betrugs wiederholt werden musste. Eifrige Anhänger Karzais hatten wohl die eine oder andere Wahlurne ausgetauscht, bzw. massenhaft Stimmzettel selbst gedruckt. So macht abstimmen doch Spaß!

Da die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang eh verschwinden klein war, die Taliban Wählern noch immer munter die Finger abschneiden und jetzt der Winter in Afghanistan angebrochen ist, haben jetzt noch weniger Leute Lust zu wählen. Durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass Karzais Bruder mit größter Wahrscheinlichkeit in den Drogenhandel verwickelt ist und außerdem auf der Gehaltsliste der CIA steht, wie der Spiegel kürzlich berichtete.

Inwieweit die CIA selbst ins Drogengeschäft am Hindukusch verstrickt ist, wird sich sicher bald herausstellen. Dann nämlich, wenn der lupenreine Demokrat Hamid Karzai rechtmäßig wiedergewählt wird und eine transparent Musterdemokratie aus dem Boden stampft, in der es keine Korruption und Vetternwirtschaft mehr gibt.

Dann buche ich auch meine erste Reise ins Urlaubsparadies Kabul. Ich freu mich schon.

Politiker mit Hundenamen

7. Oktober 2009

Kaboom! Und plötzlich wackelt auch die LINKE in Sachen Afghanistan, wie ein angeschlagener Boxer oder ein landgängiger Matrose auf dem Zenit des Partyvergnügens.

Bodo Ramelow, thüringischer Spitzenkandidat bei der letzten Landtagswahl und Wahlossi, relativierte denn auch prompt die Haltung gegen einen sofortigen Truppenabzug aus Afghanistan. Ramelow wurde unbestätigten Angaben zufolge noch kurz vor der Wahl gesichtet, als er Parteiplakate der LINKE, mit der Aufschrift „Raus aus Afghanistan“ mit kleinen Fußnoten versah, in denen der Ablauf des Truppenabzuges detailliert geregelt ist. Der machtgeile Sabbermann Ramelow will seine Partei koalitionsfähig machen, um mit einer von den Toten auferstandenen Zombie-SPD in ferner Zukunft das Sagen zu haben. Da muss man dann schon zu der einen oder anderen militärischen Intervention bereit sein. Alles andere wäre realpolitisch betrachtet vollkommener Quatsch.

„Uns geht es nicht um einen sofortigen Abzug. Das wäre wie eine Flucht damals aus Vietnam.“, erklärt der Rammler.

Aber Bodo. Aus Vietnam musste man doch flüchten. Sonst wären noch mehr unschuldige Leute IN STÜCKE GESCHOSSEN WORDEN, DU ARSCH!

Auf dem Höhepunkt des Vietnamkrieges, waren etwa eine halbe Million US-Soldaten im Land. Da die Taktik der militärischen Eskalation gegen die Guerilla des Vietcong so super funktioniert hat, wie jeder, der einen Rambo Film gesehen hat weiß, probiert man das jetzt auch in der frisch aus dem Ei gepellten Demokratie am Hindukusch. Einfach mehr Soldaten hinschicken, dann klappt das schon. Das macht übrigens bald auch der Bundestag, wie die Hannoversche Allgemeine und ein Rattenschwanz anderer Medien berichten. Also bald 7000 statt 4500 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan.

Klappt bestimmt.