Posts Tagged ‘Taliban’

Banksy did this…

6. Oktober 2013

Balls of Steel oder einfach nur Griswolds?

6. Oktober 2012

Wir haben uns ja mittlerweile an den Gedanken gewöhnt, das ferngesteuerte Killerroboter Jagd auf Menschen Terroristen machen und ihnen ohne Gerichtsverfahren den Garaus machen. Eigentlich müsste man kurz innehalten, durchatmen und den Freakyness-Faktor des letzten Satzes auf sich wirken lassen… Aber dafür haben wir keine Zeit, wir leben schließlich in einer schnelllebigen Gesellschaft, also weiter im Text.

Natürlich erregt diese zweifelhafte Vorgehensweise die Gemüter vieler Leute, meins auch, aber ganz so weit wie diese Aktivisten würde ich dennoch nicht gehen. Da haben sich nämlich einige Kriegsgegner kurzerhand in den Bus gesetzt und sich nach Waziristan, ins Hoheitsgebiet der pakistanischen Taliban, aufgemacht. Unter den Aktivisten sind offenbar auch einige Amerikaner. Und eins ist klar: Normalerweise will man da als Normalsterblicher nicht hin – vor allem nicht als Amerikaner. Ob die Taliban sie mit offenen Armen empfangen werden oder sich nur mit Dollarzeichen in den Augen darüber freuen, dass mehrere Wagenladungen Geiseln FREIWILLIG zu ihnen kommen, ist noch nicht ganz klar. Vielleicht kriegen die Aktivisten ja auch eine Hellfire-Rakete aus einer Drohne ab – GAAAAANZ ZUFÄLLIG natürlich!

Auf jeden Fall haben sie ganz klar Testikel wie Kanonenkugeln. Respekt.

Link: US-Friedensaktivisten brechen in Taliban-Gebiet auf

Hey, vielleicht handelt es sich bei den Aktivisten ja auch um die Griswolds und sie kommen gar nicht an:

Frühjahrsoffensive der Taliban

16. April 2012

Nur als kleine Erinnerung daran, dass der Krieg in Afghanistan immer noch ein gigantischer Clusterfuck ist:

Die radikalislamischen Rebellen hatten am Sonntag mindestens sechs Ziele zeitgleich angegriffen, darunter das Parlament in Kabul und mehrere Botschaften westlicher Staaten. Die Kämpfe in der afghanischen Hauptstadt waren erst in der Nacht zu Montag nach mehr 18 Stunden niedergeschlagen worden.

Das deutet jedenfalls nicht darauf hin, dass man die Lage besonders gut im Griff hätte.

Mohammadi sagte, an den Angriffen an drei verschiedenen Orten in Kabul seien 16 Taliban-Kämpfer beteiligt gewesen. Die meisten von ihnen hätten sich unter einer Burka – dem muslimischen Vollschleier – als Frauen getarnt gehabt.

So ein kleiner Raketenwerfer unter der Kutte wirkt Wunder, wenn man Meinungsverschiedenheiten regeln will. Das klappt bei mir auch immer super. Mittlerweile geht das nun schon 11 Jahre so. Man, man, man… Vielleicht sollte man mal die Strategie wechseln, oder?!

http://www.stern.de/politik/ausland/afghanistan-taliban-angriffe-fordern-47-todesopfer-1813992.html

Amok in Afghanistan

11. März 2012

Ein Angehöriger der US-Armee hat es mal wieder geschafft, ein wenig Frieden, Freiheit und Demokratie zu verbreiten. Ihm sind offenbar alle Sicherungen durchgebrannt, er verließ darauf seinen Stützpunkt und erschoss 16 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.

Das ist natürlich ein erneuter PR-Gau für die Amis, aber mittlerweile ist man das ja auch schon von ihnen gewohnt. Die US-Army High-Tech Taliban hat sich ja schon einige Dinger geleistet, von Massakern und Vergewaltigungen über Kill-Teams und Leichenschändung, war vieles dabei, was das Soldatenherz höher schlagen lässt.

Da kann ich auch diejenigen Afghanen verstehen, die sich ihr russisches Schnellfeuergewehr schnappen und gegen die brandschatzenden Besatzer vorgehen. Ach Mist, das hatte ich vergessen – es geht ja um Frauen- und Menschenrechte und nicht um imperiale US-Außenpolitik. Na das klappt ja super. Weitermachen!

Ballermänner von der Bundeswehr

6. März 2012

Wo landen ausgemusterte Waffen der Bundeswehr? Auf dem Sperrmüll? Nein. In braunen Terrorzellen? Vielleicht. Weiß man nicht so richtig?! Genau!!!

Dass die Bundeswehr ausgemusterte Waffen verkauft, ist bekannt. Erstmals liegen nun aber die Zahlen für die vergangenen fünf Jahre vor. Von Treibladungszündern, die für 104.832 Euro an die Niederlande gingen über acht Patriot-Raketensysteme, die Südkorea für 211 Millionen Euro kaufte, finden sich insgesamt 94 Rüstungsverkäufe in der Liste des Verteidigungsministeriums.

Ob die Patriot Abwehrsysteme den Südkoreanern viel bringen, sei mal dahingestellt. Die waren ja noch nie besonders wirkungsvoll… und wenn die schon ausgemustert werden… Na, ja. Vielleicht lässt sich der neue Kim ja abschrecken.

Aber auch einige Schwellenstaaten und Entwicklungsländer erhielten ausgemusterte Bundeswehr-Ausrüstung. Brasilien nahm 250 Kampfpanzer vom Typ Leopard 1 ab. Das kurz vor der Staatspleite stehende Griechenland kaufte der Bundeswehr 223 Panzerhaubitzen vom Typ M109 ab. Das deutsche Heer hatte dieses Kriegsgerät bereits 2007 ausgemustert.

Kann ich schon verstehen, dass die Brasilianer 250 Panzer brauchen. Man braucht ja was, um die Favelas platt zu fahren, da kommen deutsche Panzer immer gut. Und Griechenland hat natürlich keine anderen Sorgen, als Panzerhaubitzen zu kaufen. Die könnte man ja… die braucht man, um… Ne. Da fällt mir wirklich nichts zu ein. Die kann man ja nicht mal anständig gegen die eigene Bevölkerung einsetzen. Fehlinvestition!!!

Auch wo die 10.000 Pistolen geblieben sind, die an die afghanische Polizei und Armee gingen, weiß die Bundesregierung nicht genau. Zahlreiche Schusswaffen sollen verschwunden und auf dem Schwarzmarkt gelandet sein.

Uuups. Aber ich hätte schon eine Idee, wo die Knarren gelandet sind, wenn nicht bei der afghanischen Polizei und Armee. Gab es da nicht eine größere Gruppierung, die viel mit Waffen anfangen kann…? :-)

Den gesamten Artikel findet man hier!

Taliban-Frauen Sex-Party

11. Januar 2012

Israelische Frauen, die aus religiösen Verirrungen burka-ähnliche Outfits tragen, werden bei Spiegel-Online in bester Boulevard-Manier schnell zu Taliban-Frauen umdeklariert. Das ist in vielerlei Hinsicht merkwürdig. Was ist eine Taliban-Frau? Ist sie die Frau eines Taliban oder ist damit ein weiblicher Taliban gemeint? Letzteres ist sprachlich auch komisch, denn ist ein Taliban nicht immer männlich? Ziemlich klar ist, dass Assoziationen geweckt werden sollen, nämlich zu Burkas, Afghanistan und den Taliban. Und irgendwie ist das ganze ja auch spannend, ein wenig wie bei einem Überraschungsei. Was ist drin / drunter? Vielleicht isset ja janz knackig!

Aber wie kommt man von „Sack-überm-Kopp“ zu den Taliban? Die Burka an sich hat ja nicht zwangsläufig etwas mit den Taliban zu tun. Man mag sie als modisch-religiösen Fehltritt betrachten, aber gleich die Taliban heraufzubeschwören ist dann doch eher Bild-Niveau, oder? Versucht man da etwa, hintenrum den Moslems eins reinzuwürgen?

Vielleicht hat es dem Praktikanten in der Spiegel-Online Redaktion auch einfach nur in den Fingern gejuckt, etwas rassistisches zu schreiben, Juden-Lumpen oder so, und er hat aus Gründen der political correctness und der deutschen Geschichte schnell noch mal ein anderes Ventil für seine Gehirngrütze gefunden. Vielleicht klicken auch einfach mehr Leute das Video an, wenn es um „Taliban-Frauen“ geht, als wenn der Titel etwas wäre wie: „Orthodoxe jüdische Frauen verstecken ihre Gesichter unter Tüchern.“ Daher auch der von mir gewählte Titel für diesen Post. Funktioniert gut, ne?

Xavier Naidoos Wandertag

21. Mai 2011

Xavier Naidoo wurde beim Truppenbesuch in Afghanistan angeschossen. Man hielt ihn für einen Taliban. SCHIEßT, KAMERADEN! Ein TALIBAN! Bfff, Bfff. Feuer einstellen! Feuer einstellen! War doch nur ein Neger!

Ne ganz ehrlich, ist schon toll, wie der Xavier unsere Truppen unterstützt mit seinem Singsang. Schließlich will er nicht “immer nur schimpfen”. Ne, ist klar. Schimpfen ja sowieso schon ständig alle in diesem Land. Hartz IV Parasiten schimpfen, weil sie nicht genug zu fressen hätten (lächerlich), die Kaffer und Molukken schimpfen, weil sie angeblich in ihren “Ghettos” diskriminiert werden (selber schuld sag ich da!) und die linken Bazillen, die Blutegel dieser Leistungsgesellschaft trauen sich tatsächlich UNSERE JUNGS UND MÄDELS in Afghanistan verbal in den Dreck zu ziehen.

Ich find es auch gut, dass du, Xavier, das patriotische Sackjucken empfindest, etwas für dein Land zu tun. Schließlich tun die bewaffneten Entwicklungshelfer ja auch etwas für unser Land. Sie verteidigen die Front am Hindukusch, damit wir die Moslems nicht vor der eingenen Haustür abknallen müssen. Macht sich ja auch schlecht, so ein durchsiebter Afghane im Vorgarten. Der blutet dann alles voll und fängt an zu stinken.

Und jetzt mal kurz wirklich ernsthaft. Herzlichen Glückwunsch, Xavier Naidoo. Du hast es soeben auf meine ultimative Arschlochliste geschafft. Du leistest nämlich deinen kleinen Teil zur Entpolitisierung und Vermenschlichung dieses Konflikts. Die unterschwellige Botschaft ist folgende: Der Krieg ist scheiße und wir sind dagegen. Trotzdem sind unsere Soldaten vor Ort, sie sind doch nur Menschen wie du und ich, sie leiden unter den schwierigen Bedingungen des Einsatzes. Sie wollen Gutes tun und vergießen sogar Tränen, wenn ich singe.

Das Problem ist, dass diese Message uns davon abhält, die entscheidenden politischen Fragen zu stellen. Warum dieser Krieg? Warum sind deutsche Truppen in Afghanistan? Wie viele unschuldige Menschen sind gestorben? Warum singst du nicht für die zivilen Opfer von NATO Bombardements? Wär doch auch mal lustig. Vor dem aufgebrachten Mob, der grad seine Angehörigen verloren hat. Auch voll unpolitisch und so.

Der ach so unpolitische Wandertag ist im Gegenteil genau das, was er nicht sein will – höchst politisch.

Taliban an die Macht!

9. November 2009

Das Problem, wenn demokratische Länder Krieg führen wollen, ist immer das gleiche – die eigene Bevölkerung. Wenn repressive Mittel nicht mehr oder nur noch eingeschränkt als Waffe gegen den Pöbel eingesetzt werden können, kann es passieren, dass das Fußvolk sich in einem unpopulären Konflikt gegen die Regierenden auflehnt. Das beste Beispiel hierfür ist der Vietnam Krieg, der nicht zuletzt aufgrund des starken Protestes an der amerikanischen Heimatfront beendet wurde.

Man lernte aus den Fehlern und ließ fortan Reporter nur noch mit Augenbinden und Ohrstöpseln an die relevanten Kriegsschauplätze, bzw. zensiert jeden Bericht zu journalistischem Matsch, der die Position der Krieg führenden Eliten reflektiert. Wenn der Durchschnittsbürger nämlich die Früchte des Krieges, abgetrennte Gliedmaßen, Kinderleichen und verkohlte Frauen, nicht mehr sieht, dann wird er sich auch nicht mehr so über sie aufregen – so die Logik des Militärs. Die Leute haben ja auch weiß Gott anderes zu tun, als sich über Tote in der Dritten und Vierten Welt aufzuregen. Man arbeitet schließlich und zahlt Steuern.

Allerdings funktioniert diese mediale Unterdrückung nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn die eigenen Soldaten nämlich reihenweise verrecken, kann man dies nur schwer verheimlichen. So kann es unter Umständen doch zu einem verstärkten Druck auf die Regierung kommen.

Dieses Phänomen ist momentan in Großbritannien zu beobachten, wo die Brown Regierung zusehends größere Probleme mit der öffentlichen Reaktion auf den Afghanistan-Befreiungsdemokratisierungsmenschenrechtsfriedenseinsatzfeldzug hat. Daher fordern die Briten (bzw. das Braun-Regime) in einem Memo von der afghanischen Regierung eine Beteiligung der Taliban an der politischen Macht.

Keine schlechte Idee, wenn man es sich recht überlegt. Man reitet mit einer hoch technisierten Militärmaschinerie in einem Land ein, um die Missetäter, die sich gerade an der Macht befinden zu beseitigen, bringt dabei tonnenweise Leute um, bewegt Kriegsgerät in Milliardengröße, installiert andere Missetäter in den Führungspositionen, belebt nebenbei den Drogenhandel neu, merkt dann, dass man den Krieg nicht gewinnen kann und sorgt dann dafür, dass die alten Schurken wieder an die Macht kommen. Und das Beste daran ist, dass man, wenn der Bedarf besteht, das ganze Spiel wiederholen kann.

Siehe Financial Times Deutschland.

Taliban Inkognito

5. November 2009

Um noch einmal auf die Situation in Afghanistan zu sprechen zu kommen: Am Dienstag ist wieder ein kleines Malheur auf der mit Scheiße geschmierten Straße passiert, die zu einer rosigen Zukunft für alle Afghanen führt.

Ein Afghane, der zum Polizisten ausgebildet wurde, entschied sich mit seinen Kollegen aus dem fernen Brittannien kurzen Prozess zu machen, während die gerade ihre schusssicheren Westen abgelegt hatten und etwas in der Sonne dösten. Also zückte er sein Maschinengewehr und schoss los, wobei fünf britische Besatzungssoldaten / Befreier starben und fünf weitere schwer verletzt wurden. Dann flüchtete er auf seinem Motorrad.

Dies wirft die Frage auf, ob dieser afghanische Draufgänger sich einfach nur alle Sicherungen mit dem reichhaltigen Drogenangebot des Landes aus dem Kopf geballert hatte, gewissermaßen ein amoklaufähnlicher Einzelfall, wie wir ihn in diesen Breitengraden ja auch langsam zur genüge kennen. Andererseits könnte es natürlich auch ein Hinweis darauf sein, dass die Taliban die afghanische Polizei infiltrieren und wir in nächster Zeit mit vermehrtem „Friendly Fire“ rechnen müssen.

Dafür spricht, dass es nicht der erste Vorfall dieser Art war. Eine ähnliche Attacke auf Vorgesetzte, wurde zuvor medial heruntergespielt. Wenn allerdings 5 Soldaten gleichzeitig in Fetzen geschossen werden, ist es schon etwas schwerer zu ignorieren. Es werden Fragen gestellt. Zumindest scheint sicher, dass bei vermehrter Polizeiausbildung in Afghanistan auch mehr Taliban unentdeckt in die Reihen der Ordnungshüter gelangen können. Klingt, als stünden uns noch einige Überraschungen bevor.

Wählen bis die Balken brechen

1. November 2009

In Afghanistan geht in Punkto Demokratie mal wieder alles drunter und drüber. Hamid Karzais größter Konkurrent, Abdullah Abdullah, hat sich wohl entschieden doch nicht an der kommenden Stichwahl zwischen sich selbst und Marionetten-Mann Karzai zu beteiligen. Man erinnere sich, dass die Wahl aufgrund massiven Betrugs wiederholt werden musste. Eifrige Anhänger Karzais hatten wohl die eine oder andere Wahlurne ausgetauscht, bzw. massenhaft Stimmzettel selbst gedruckt. So macht abstimmen doch Spaß!

Da die Wahlbeteiligung im ersten Durchgang eh verschwinden klein war, die Taliban Wählern noch immer munter die Finger abschneiden und jetzt der Winter in Afghanistan angebrochen ist, haben jetzt noch weniger Leute Lust zu wählen. Durchaus verständlich, wenn man bedenkt, dass Karzais Bruder mit größter Wahrscheinlichkeit in den Drogenhandel verwickelt ist und außerdem auf der Gehaltsliste der CIA steht, wie der Spiegel kürzlich berichtete.

Inwieweit die CIA selbst ins Drogengeschäft am Hindukusch verstrickt ist, wird sich sicher bald herausstellen. Dann nämlich, wenn der lupenreine Demokrat Hamid Karzai rechtmäßig wiedergewählt wird und eine transparent Musterdemokratie aus dem Boden stampft, in der es keine Korruption und Vetternwirtschaft mehr gibt.

Dann buche ich auch meine erste Reise ins Urlaubsparadies Kabul. Ich freu mich schon.